DGNCast Native Protocol

Streamen mit halber Bandbreite, ohne Qualitätsverlust.

Opus statt MP3, WebSocket statt Icecast-HTTP. Rund 50 % weniger Upload-Traffic bei gleicher oder leicht besserer Audio-Qualität. Exklusiv zwischen DGNCast Studio und DGNCast-Servern.

−50 %

Upload-Traffic

Opus-Codec encodiert effizienter als MP3, Opus bei 64 kbps klingt wie MP3 bei 128 kbps. Spar-Effekt auf DSL-lite, Mobilfunk-Hotspot, Hotel-WLAN besonders spürbar.

≤ 10 s

Stabiler Listener-Stream

Server-seitiger 10-Sekunden-Ringpuffer fängt kurze WLAN-Aussetzer ab. Hörer-HTTP-Connections brechen nicht ab, MP3-Decoder bleiben synchronisiert.

0–8 s

DJ-Crossfade

Beim DJ-Wechsel mischt der Server alten und neuen DJ parallel über eine konfigurierbare Fade-Dauer. Echtes Crossfading, kein hartes Umschalten, wie im Studio.

Panel-Auth

API-Keys pro DJ

Jeder DJ hat seinen eigenen Schlüssel, rotierbar, sperrbar, mit Audit-Log (letzte Nutzung & IP). Schluss mit geteilten Source-Passwörtern.

Qualitäts-Vergleich

Opus ist nicht schlechter: es ist besser

Objektiv, basierend auf internationalen Blindtests (xiph.org, AES-Veröffentlichungen).

Codec & BitrateHörbare QualitätEinordnung
MP3 @ 64 kbpsdeutliche Artefaktepraktisch unzumutbar für Musik
Opus @ 64 kbps≈ MP3 @ 128 kbpsBroadcast-Standard — der Sweet Spot
MP3 @ 128 kbpsRadio-Standard, leicht höhlischdie üblichen klassischen Streams
Opus @ 96 kbps≈ MP3 @ 192 kbpsHi-Fi Musik-Radio bei 50 % Upload
MP3 @ 192 kbpssehr gut, Hi-Fi-tauglichPremium klassisches Streaming
Opus @ 128 kbpstransparentkein Mensch hört Unterschied zum Original
Fazit: Bei gleicher Bitrate klingt Opus besser als MP3. Bei halber Bitrate klingt Opus genauso gut wie MP3. Das ist der Grund warum WhatsApp, Discord, Zoom und YouTube-Live alle Opus nutzen.
Spar-Rechner

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24 h/Tag
128 kbps
Klassisch (MP3)
43,2 GB/Monat
Mit Native (Opus)
21,6 GB/Monat
Ersparnis
21,6 GB

Rechnung: bitrate × 3600 × stunden × 30 / 8 / 1024 / 1024. Opus-Bitrate = MP3-Bitrate / 2 bei gleicher hörbarer Qualität.

Stabiler Listener-Stream

Was der 10-Sekunden-Puffer wirklich macht

Der DGNCast-Server hält einen 10-Sekunden-Puffer zwischen Transcoder und Listener-Delivery. Wenn deine Source kurz weg ist (WLAN-Spike, DJ-Übergabe, Laptop-Sleep): der Listener-Stream bricht nicht ab.

Ehrlich gesagt: Der Puffer verhindert nicht dass Audio fehlt wenn die Source 5 Sekunden weg ist. Aber er verhindert dass der Listener-Player abbricht, neu buffern muss und "Verbindung verloren" anzeigt. Die HTTP-Connection bleibt stabil, der MP3-Decoder bleibt synchronisiert. Wenn Source zurückkommt, läuft es ohne manuellen Reconnect des Listeners weiter.

Im Vergleich: Bei klassischem Icecast mit 8 Sekunden Grace-Time muss der Listener-Player nach Ablauf der Grace-Time manuell neu connecten. Das bedeutet 3-5 zusätzliche Sekunden Lade-Overhead und viele Player zeigen "Stream offline" an, auch wenn die Unterbrechung nur kurz war.

Für echtes DJ-Crossfading, also zwei DJs wirklich gleichzeitig parallel gemischt, haben wir jetzt eine eigene Lösung. Siehe nächste Sektion.
★ Neu

DJ-Crossfade: nahtlose Übergabe zwischen zwei DJs

Wenn DJ B connectet während DJ A noch sendet, mischt der Server beide Streams parallel mit linearer Fade-Kurve. Keine Stille, kein Listener-Reconnect, kein hartes Umschalten.

// Ablauf am Beispiel 3-Sekunden-Fade:
T=0,0 s   DJ A sendet noch voll (100 %)
T=0,0 s   DJ B connectet via Native → Server startet Mix-Engine
T=0,5 s   DJ A: 83 %  +  DJ B: 17 %
T=1,5 s   DJ A: 50 %  +  DJ B: 50 %
T=2,5 s   DJ A: 17 %  +  DJ B: 83 %
T=3,0 s   DJ B sendet allein (100 %), DJ A sauber getrennt

Der Mixer arbeitet auf Sample-Ebene (48 kHz, stereo), mischt pro Sample mit linearer Fade-Kurve gain_A = 1 − t, gain_B = t. Die Output-Bitrate bleibt konstant, Listener hören einen kontinuierlichen Stream ohne Frame-Sync-Verlust.

Konfigurierbare Dauer

Im Panel stellst du pro Stream ein wie lang der Fade laufen soll:

  • Aus (0 s), harter Takeover wie bei klassischem Icecast
  • 500 ms, kaum hörbar, nur Knackser-Vermeidung
  • 1–2 s, schnelle Sendeplan-Übergabe
  • 3 s (Standard), musikalisch elegant, für die meisten Stile gut
  • 5–8 s, DJ-Show-Übergabe mit Ansage („Danke für die letzte Stunde, jetzt übernimmt …")
Nur mit DGNCast Native Protocol. Der Server braucht PCM-Input um mischen zu können, klassisches Icecast/Shoutcast liefert fertige MP3-Frames die sich nicht sauber samplegenau mischen lassen. Wer über Icecast/Shoutcast sendet, bekommt weiter den klassischen Grace-Timer-Flow.
Direkter Vergleich

Klassisch vs. Native

Klassisches Icecast/Shoutcast DGNCast Native
Transport HTTP PUT/SOURCE auf TCP-Port 8000–8011 WebSocket auf Standard-Port (443/8010), Firewall-freundlich
Codec MP3 @ 128 kbps ≈ 1,4 GB/Tag Opus @ 64 kbps ≈ 0,7 GB/Tag bei gleicher Hörbar-Qualität
Authentifizierung Source-Passwort im Klartext, geteilt für alle DJs API-Keys pro DJ, rotierbar, sperrbar, Audit-Log
Reconnect Stream bricht hörbar ab, Listener-Player zeigt "offline" Session-Resume ≤ 30 s, Listener-HTTP bleibt stabil
DJ-Übergabe Neuer DJ wartet auf Grace-Timeout (meist 8–30 s) Takeover sofort möglich, Grace-Session wird geräumt
Metadata (Titel) Inline Ice-Tags (brittle) Separater Channel mit JSON, kein Audio-Sync-Problem
TLS Meist nur auf Listener-Seite, Source-Connect oft Klartext wss:// überall, HTTPS by default
Server-Kompatibilität Icecast 2, AzuraCast, Centova, Shoutcast DNAS, DGNCast Nur DGNCast. Bei Fremdhostern weiter klassisch.
FAQ

Häufige Fragen

Funktioniert Native auch bei Icecast/Shoutcast-Fremdhostern?
Nein. DGNCast Native ist ein proprietäres Protokoll zwischen DGNCast Studio und DGNCast-Servern. Bei Fremdhostern (AzuraCast, Centova, Shoutcast DNAS, generisches Icecast) streamt das Studio automatisch im klassischen Icecast-2- oder Shoutcast-Modus, alle drei Protokolle sind im Studio eingebaut, der Wechsel passiert per Dropdown.
Kostet Native extra?
Nein. DGNCast Native ist in jedem DGNCast-Stream-Paket enthalten, unabhängig vom Tarif. Die Upload-Ersparnis ist dein direkter Vorteil, kein Upgrade-Pfad, kein Premium-Modell.
Was wenn Native nicht klappt?
Studio fällt nicht automatisch auf klassisches Protokoll zurück, aber du kannst mit einem Klick im Protokoll-Dropdown wechseln. Am besten legst du dein Profil doppelt an (Show Native + Show Backup Icecast), dann bist du im Notfall in zwei Klicks wieder on-air.
Muss ich was Neues lernen?
Im Studio kaum etwas. Statt Icecast 2 wählst du DGNCast Native im Protokoll-Dropdown und trägst statt Source-Passwort einen API-Key ein. Bitrate, Station-Name, Titel-Update, alles funktioniert identisch.

Im Panel: neuer Menüpunkt API-Keys wo du pro DJ einen Key generierst. Ein Klick pro Key.
Was ist Opus überhaupt?
Opus ist ein Audio-Codec, entwickelt vom Xiph-Konsortium (Vorbis / FLAC-Entwickler) mit Mozilla und dem Skype-Team. Standardisiert als RFC 6716 in 2012. Heute Pflicht-Codec in WebRTC (jeder Video-Call nutzt Opus), Discord-Voice, Zoom, WhatsApp-Voice-Messages, YouTube-Live. Der Industriestandard für Audio über das Internet, nur im klassischen Internetradio ist er noch nicht angekommen, weil die Protokoll-Welt dort von 1999 ist.
Warum ist Opus besser als MP3?
Opus nutzt modernere Kompressions-Techniken (Psychoacoustic-Model aus CELT/SILK, Transient-Coding für Schläge, adaptive Frame-Größen). MP3 ist aus 1993 und hat systematische Schwächen wie "Pre-Echo" bei Transienten (Snares klingen matschig). Objektive Blindtests zeigen: Opus bei 64 kbps ist gleichwertig mit MP3 bei 128 kbps. Bei 128 kbps ist Opus transparent (kein Mensch hört Unterschied zum Original).
Hören meine Hörer trotzdem MP3?
Ja. Das DGNCast-Native-Protokoll gilt nur zwischen deinem Studio und dem Server. Der Server dekodiert Opus und liefert an die Listener weiter klassisch MP3 und OGG aus, genau wie vorher. Deine Listener merken nichts vom Protokoll-Wechsel. Die 50-%-Ersparnis ist nur auf der Upload-Seite, also bei dir.
Welche Bitrate soll ich wählen?
Talk-Radio / Podcast-Style: Opus 48–64 kbps, klingt wie MP3 96–128. Für Stimme völlig ausreichend.

Musik-Radio: Opus 96 kbps, klingt wie MP3 192, Hi-Fi-Qualität.

Premium / Klassik: Opus 128 kbps, transparent, kein Unterschied zum Original hörbar.

Faustregel: nimm die Hälfte deiner bisherigen MP3-Bitrate.
Welchen Upload brauche ich mindestens?
Minimal für Opus 64 kbps: 0,15 Mbit/s Upload (typisches LTE reicht locker). Für robuste 24/7-Verbindung solltest du 0,3–0,5 Mbit/s Upload-Reserve haben.

Für Opus 128 kbps: 0,3 Mbit/s minimal, 0,5+ Mbit/s empfohlen.

Zum Vergleich: klassisches MP3 128 kbps braucht schon 0,3 Mbit/s, mit Native kriegst du also vergleichbare Qualität bei DSL-Lite-Uploads die für klassisches Streaming kaum reichen.
Geht das über Mobilfunk / Hotspot?
Ja, das ist sogar ein Haupt-Use-Case. Opus + WebSocket auf Port 443 bekommt jedes Mobilfunknetz durch. Bei 64 kbps bist du bei ~30 MB pro Stunde, selbst mit Mini-Datenvolumen-Tarif ein ganzer DJ-Set möglich. Klassisches Icecast mit 128 kbps wäre doppelt so viel und stolpert bei Spike-Drops häufig ganz weg.
Funktioniert es durch Firmen-Firewalls?
Ja, besser als klassisches Icecast sogar. Native nutzt WebSocket auf Port 8010 (Standard bei DGNCast) oder 443 (TLS-Port, offen in jeder Firma). Klassisches Icecast nutzt oft Exoten-Ports 8000–8011 die Corporate-Firewalls blockieren.
Was sind API-Keys?
Kurzer String im Format stsk_live_<32 Zeichen> den du im DGNCast-Panel pro DJ generierst. Trägst ihn einmal im Studio ein, ersetzt das Source-Passwort. Vorteile:
• Jeder DJ hat seinen eigenen Key, niemand kann versehentlich mit fremden Credentials senden
• Verloren / kompromittiert? Ein Klick im Panel rotiert den Key, alter Key sofort ungültig, andere DJs nicht betroffen
• Audit-Log zeigt letzte Nutzung + IP pro Key
• DJ kündigt? Key sperren, fertig.
Wie erstelle ich einen API-Key?
Panel → Stream auswählen → API-KeysNeuen Key erstellen → Name eingeben (z.B. "Andreas Laptop") → optional DJ-Account verknüpfen → Key wird einmalig als grünes Banner angezeigt → kopieren und im Studio ins Feld API-Key einfügen. Im Studio-Profil speichern, fertig.
Was wenn ich meinen Key verliere?
Im Panel auf Rotieren klicken. Der alte Key wird sofort ungültig, ein neuer Key wird generiert und einmalig angezeigt. In das Studio-Profil neu eintragen. Andere DJs mit anderen Keys sind davon nicht betroffen.
Was passiert wenn mein Netz abreißt?
Kurze Abbrüche (≤ 10 s): Deine Hörer-HTTP-Connections bleiben stabil (10-Sekunden-Ringpuffer). Die eigentliche Audio-Lücke ist hörbar (5 s weg = 5 s Stille), aber kein Listener muss manuell neu connecten.

Längere Abbrüche (10–30 s): Studio reconnectet automatisch mit Session-Resume, der Transcoder am Server läuft weiter, keine OGG-Header-Reset, kein zusätzlicher Reinitialisierungs-Overhead.

Über 30 s weg: Session wird aufgelöst, AutoDJ übernimmt.
Wie funktioniert die DJ-Übergabe mit Crossfade?
Wenn DJ B sich mit DGNCast Native connectet während DJ A noch sendet, startet der Server automatisch einen Crossfade: beide Streams laufen parallel, werden sample-genau gemischt und über eine Fade-Kurve übergeblendet. Nach Ablauf der konfigurierten Dauer (Standard 3 s, einstellbar 0–8 s im Panel) ist DJ B allein live, DJ A wird sauber getrennt.

Für Listener: keine Stille, kein Disconnect, kein Knackser, ein kontinuierlicher Audio-Stream der akustisch von A nach B überblendet wie im echten DJ-Set.

Einschränkung: Nur mit DGNCast Native Protocol. Klassisches Icecast/Shoutcast liefert fertige MP3-Frames die sich nicht samplegenau mischen lassen, dort kennt der Server nur den harten Takeover nach Ablauf der Grace-Period.
Wo stelle ich die Crossfade-Dauer ein?
Im Customer-Panel unter Stream-Einstellungen → DJ-Crossfade-Dauer. Ein Dropdown mit Optionen von Aus (harter Takeover) über 500 ms (nur Knackser-Vermeidung) bis 8 s (Show-Übergabe mit Ansage). Standard ist 3 Sekunden, für die meisten Musik-Streams musikalisch sinnvoll.

Die Einstellung gilt pro Stream und wird sofort aktiv; ein Neustart des Servers ist nicht nötig. Nächste Übergabe nutzt den neuen Wert.
Kann ich Klassisches und Native parallel nutzen?
Parallel auf demselben Stream nicht, es kann immer nur ein DJ gleichzeitig senden. Aber du kannst pro Profil unterschiedliche Protokolle wählen, z.B. Backup-Icecast + Native-Haupt, und auf Knopfdruck zwischen ihnen wechseln falls eins mal hakt.
Muss ich bei bestehenden DJs was umstellen?
Nein, nichts zwingend. Das klassische Source-Passwort funktioniert weiterhin, alle bestehenden Encoder-Setups (butt, OBS, RadioBoss, Mixxx, VirtualDJ) arbeiten ohne Änderung. Native ist ein optionaler Upgrade-Pfad wenn du DGNCast Studio nutzt.
Wie aktualisiere ich von klassisch auf Native?
Schrittweise Migration ohne Ausfall:
1. Im Panel einen API-Key für einen DJ generieren
2. Der DJ trägt den Key in DGNCast Studio ein (Profil-Feld API-Key)
3. Im Protokoll-Dropdown auf DGNCast Native wechseln
4. Stream starten, läuft ab jetzt über Native

Andere DJs die nichts umstellen bleiben bei klassisch. Server akzeptiert beide parallel.
Ist Native open-source oder proprietär?
Das Studio hat einen closed Core (Rust-Binary) mit dokumentiertem Open-Plugin-SDK. Das Native-Protokoll selbst ist bewusst ein DGNCast-USP und aktuell nicht als offener Standard dokumentiert. Aber: alle verwendeten Technologie-Bausteine (Opus, WebSocket) sind Open Standards. Wer Native will, nutzt DGNCast. Wer einen anderen Encoder bevorzugt, streamt weiter Icecast/Shoutcast, beide Welten sind gleichberechtigt unterstützt.

Bereit für den halben Upload?

DGNCast Studio ist in Beta verfügbar. DGNCast-Server gibt's als gehostet oder Panel-Lizenz.